angell schulstiftung freiburg

„Den Kindern die Augen für die Welt zu öffnen, ist unser Wunsch
– sie für das Leben stark zu machen unsere Aufgabe.“

Maria Montessori

Stiftung vergibt in Kooperation mit Tanzschule Gutmann Tanzstipendien

Es ist eine andere Welt: Draußen rollt die Blechlawine der B31 durch die Stadt, drinnen fühlt man sich gleich heimelig, obwohl der Platz riesig erscheint.
Wir sind zu Gast im Ballhaus Freiburg – der größten Tanzschule Europas.

„Gerade in Zeiten von Corona ist es wichtiger denn je, für Kinder und Jugendliche ein Angebot zum Ausgleich zu schaffen“, sagt Matthias Blattmann, der Inhaber des Ballhauses, der auch gleichzeitig bei der ANGELL Schulstiftung im Rat tätig ist und im Zuge dessen auch im Gremium zur Stipendienvergabe an der Schule sitzt.
So kam es auch zu der Kooperation für die Stipendiat*innen der Schulstiftung. „Grundsätzlich wollen wir das Tanzen jedem möglich machen, es soll nicht am Geld scheitern. Deswegen haben wir das Kooperationsprogramm für sämtliche Freiburger Schulen entwickelt. Wir vergeben an interessierte Schulen 6 Stipendien, die sie nach Bedarf vergeben können. Beim Montessori Zentrum ANGELL war das einfach, denn wer dort ein Stipendium erhält, wurde schon eingehend auf die Bedürftigkeit geprüft, deswegen freuen wir uns besonders, 5 Kindern und Jugendlichen unser Angebot zu ermöglichen.“

Die Optionen sind wirklich vielfältig. Die Kids können jeden Tag kommen, wenn sie das möchten. Die Tanzrichtungen variieren von Standard, über Ballett bis hin zu Hip-Hop und Breakdance. Da ist für alle etwas dabei.


So sieht es auch der 10-jährige Lukas (Name geändert), der ein Stipendium der Schulstiftung erhält und seit kurzem einen Breakdancekurs besucht: „Ballett kann ich mir gar nicht vorstellen (lacht). Ich wusste schon gleich, dass ich Breakdance ausprobieren will. Die Figuren am Boden fand ich schon immer toll. Jetzt merke ich aber, dass die ganz schön anstrengend sind. Ich finde es cool, wie unser Lehrer Kevin tanzt. Hip-Hop würde ich aber auch mal gerne ausprobieren.“

Hip-Hop ist ähnlich beliebt, wie Breakdance. Im Nebenraum trifft sich derweil der Kurs für Fortgeschrittene, in dem die 15-jährige Monia (Name geändert) tanzt. Sie sieht das Tanzen als gelungenen Ausgleich zum stressigen Schulalltag und tanzt schon seit einigen Jahren. Das Tanzstipendium hat ihr nun aber neue Möglichkeiten eröffnet: „Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, mal andere Genres auszuprobieren. Das kann ich nun ganz entspannt ausprobieren und falls es mir nicht gefällt, besuche ich einfach den nächsten Kurs.“

Genau das war das Ziel von Matthias Blattmann: „Die Kooperationen wollen wir gerne auch an weiteren Schulen in Freiburg streuen. So kann ganz einfach ein neues Hobby entstehen und verschiedenen Tanzstile können ausprobiert werden.“

Für die Zukunft erhofft er sich, dass mehr Schulen von dem niederschwelligen Angebot Gebrauch machen.

Für uns ist es Zeit das Ballhaus zu verlassen. Freiburg im November, 17:45 Uhr, dunkel und kalt, aber es stimmt: Tanzen macht glücklich!