angell schulstiftung freiburg

„Den Kindern die Augen für die Welt zu öffnen, ist unser Wunsch
– sie für das Leben stark zu machen unsere Aufgabe.“

Maria Montessori

Perfekte Stimmung auf Freiburgs schönster Dachterrasse

Hält das Wetter oder hält es nicht!?, das war die große Frage am Donnerstag, den 11.07.2019, als der dritte Sundowner auf der Dachterrasse bei ANGELL ins Haus stand. Doch dazu später mehr …
Für ihren diesjährigen Sundowner hatte die ANGELL Schulstiftung Dr. Christoph Münzer, den Hauptgeschäftsführer des wvib (Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V.) zu einem Impulsvortrag in die Aula des Montessori Zentrums eingeladen.

Antoinette Klute-Wetterauer, Vorstandsvorsitzende der ANGELL Schulstiftung, ging in ihrer Begrüßung vor über 100 Gästen darauf ein, dass der private branchenübergreifende Verband mittelständischer Industrieunternehmen ähnliche Ziele habe wie das Montessori Zentrum: beide Organisationen würden einem öffentlichen Auftrag mit privaten Mitteln dienen. Während der Wirtschaftszusammenschluss die Wettbewerbsfähigkeit der über Tausend Mitgliedsunternehmen fördern wolle, stehe in ihrer privaten Schulinstitution die Aktualisierung von Konzepten im Vordergrund, um die Chancen der Schüler*innen auf dem Bildungsmarkt zu optimieren. Dies gelänge vor allem durch die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler dabei, ihre individuellen Potentiale zu entdecken und diese voll entfalten zu können. Von dieser Potentialentfaltung konnten sich die Gäste bei der Ausstellung "Mit dem zweiten Blick", die die Fachschaft Kunst unter der Leitung von Manuela Frattini eigens für diesen Abend in der Aula installiert hatte, ein Bild machen. Der Erfolg dieser pädagogischen Bemühungen ließe sich daran messen, dass die Schülerzahlen an privaten Schuleinrichtungen in Baden-Württemberg auf 11 %, in Freiburg aber auf 25 % gestiegen seien. Bevor sie das Wort an Herrn Dr. Münzer übergab, bedankte sie sich bei der Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau, die als langjähriger Partner an der Seite von ANGELL diesen Abend als großzügiger Premiumsponsor unterstützte.
Dr. Christoph Münzer verglich das Silicon Valley mit der Wirtschaftsregion Schwarzwald und fand neben offensichtlichen Unterschieden auch eine Reihe von Gemeinsamkeiten. So war die Schwarzwälder Kuckucksuhr bereits im 19. Jahrhundert ein Vorbote der Globalisierung und z.B. in den USA beim Abschluss einer Versicherung eine beliebte Prämie.
Während das Silicon Valley durch die Nähe zur Luftfahrt- und Rüstungsindustrie und zu großen Hochschulen sowie der leichteren Kapitalverfügbarkeit profitierte, verlief die Entwicklung im Schwarzwald weniger dynamisch, dafür aber kontinuierlich.
Und während der Anteil der Industrie an der Wertschöpfung in den USA stark zurückgegangen sei, liege dieser Wert im Schwarzwald bei ca. 40%.
Angesichts der marktbeherrschenden Stellung der führenden amerikanischen Internetkonzerne wie Apple, Google, Facebook und Amazon (auch „AGFA“ genannt) und der Tatsache, dass die zugehörige Hardware in Asien produziert wird, stellt sich die Frage, wie die Zukunft einer europäischen Industrieregion aussehen kann.
Hier sieht Dr. Münzer auch weiterhin gute Chancen, sich zwischen den Extremen USA und China zu positionieren und plädiert dafür, sich nicht zu sehr auf die Risiken zu konzentrieren.
Bei der anschließenden Publikumsdiskussion wurden einige Aspekte genannt, die dem Wirtschaftsstandort der Schwarzwaldregion noch mehr Bedeutung zukommen lassen könnten, z.B. Beschleunigung und Dynamik bei den Prozessen, Verstärkung der Nachhaltigkeit, Entbürokratisierung, Flexibilität im Arbeitsrecht, Konsultation ausländischer Spezialisten und natürlich mehr Frauenpower.
Ein kurzer Blick aus dem Fenster sorgte dann für allgemeine Erleichterung, denn hatte es bis am frühen Nachmittag noch geregnet, so lockte das Wetter nun mit strahlendem Sonnenschein auf die Dachterrasse, wo bei einem Glas Sekt auf den zweiten Teil des Abends angestoßen wurde.
Annette Theobald stellte in ihrer Doppelfunktion als Stiftungsrätin und Leiterin der Freiburger Tafel das Projekt „Kein Kind ohne Schultüte “ vor, für das die Stiftung an dem Abend um Spenden warb. Bereits im Vorfeld haben sich einige großzügige Spenden aufgetan. Bernd Rigl, Vorstand der Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau brachte den Spendenball mit der Überreichung eines Eintausend-Euro-Schecks ins Rollen. Den Anschluss macht Martina Feierling-Rombach in ihrer Funktion als Landesverbandsvorsitzenden des Verbands deutscher Unternehmerinnen (VdU). Sie hatte dank hervorragender Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld 65 Schultüten von Unternehmerinnen aus der Region akquiriert und somit zu dem Gelingen des Projekts einen enormen Beitrag geleistet. Frau Klute-Wetterauer nahm die Spenden voller Freude entgegen und bedankte sich für das Engagement der Sparkasse, des VdU und darüber hinaus auch bei Marianne Haardt, die als Vorsitzende der Waisenhausstiftung ebenfalls eine Spende von 1000 Euro zugesagt hatte.
Und nun durfte bei ausgelassener Stimmung nebst Cocktails von Lila Bar Events und Flying Buffet von LiDo gefeiert werden. Die Schulband unter der Leitung von Sebastian Jakob gab zur Einstimmung Lieder u.a. von Abba und Adele zum Besten und übergab dann an drei Schüler der Computer-Musik-AG, die über die App Garage-Band selbst komponierte Lieder vortrugen und damit das Lounge-Feeling perfekt machten.
Und bei dieser tollen Stimmung ließ er auch nicht mehr lange auf sich warten – der Sundowner!


© Nicola Gottschalk